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Eine Polizei demokratisiert sich selbst

Diskussionskommando Berlin

68er Revolte

revolte 68

Ausstellung des Stadtmuseums Berlin / Ephraim Palais

vom 10. Juli bis 2. November 2008

Eine ganz persönliche Nachlese:

Diese Ausstellung wurde dem gewählten Thema gerecht. Die damalige Entwick- lung der Gewalt auf beiden Seiten, bis hin zur "Schlacht am Tegeler Weg" wurde fair dokumentiert. Auch der Hinweis auf den Ausweg aus der Eskalation, wie und durch wen wurde die Gewaltspirale unterbrochen, fehlte nicht: Es gab einen Polizeipräsidenten Klaus Hübner mit "seinem" Diskussionskommando, mit dem ersten Leiter Werner Textor und den angehörenden Polizisten, die umdachten und bereit waren einen anderen Weg ohne Gewalt zu gehen. Damals europaweit ein Novum bei Polizeieinsätzen. Der Rahmen der Ausstellung endete dort, wo die Zeit der Gruppe 47 begann. Als einer der zahlreichen Zeitzeugen begegnete ich bei Führungen Besuchern, die ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen aus jenen Jahren einbrachten. In z.T. lebhaften Unterhaltungen wurde deutlich, wie stark die 68er Revolte auch den Einzelnen geprägt und beeinflußt hat. Auch sachlich falsche Schilderungen von Ereignissen haben sich bis Heute hartnäckig gehalten. Besonders berührt hat mich die Begegnung mit den Mitgliedern der Kommune I, dem damaligen Vorsitzenden des ASTA der FU-Berlin und anderen exponierten Aktiven jener Revolte. Nach über 40 Jahren kam es zu einer Versöhnung der ehemaligen Wider- sacher. Ich werde diese Gespräche in meiner Erinnerung behalten. Das ist der größte Erfolg dieser Ausstellung!